Seiffen. Eine Demonstration seines Könnens hat gestern Enduro-WMTeilnehmer Bert Meyer beim Seiffener Moto Cross gegeben. BMW-Werksfahrer aus Schönbrunn fuhr in beiden Sachsenmeisterschaftsläufen der Klasse Open unter den Augen zahlreicher Zuschauer der Konkurrenz davon, bekam jedoch auch nichts geschenkt. Insbesondere der Waldkirchner Andre Schubert blieb Meyer permanent auf den Fersen. Bei seiner Stippvisite im Spielzeugdorf ließ der Schönbrunner zudem einen Motorradschwibbogen „mitgehen“. Den gewann er mit seinen Sieg im abschließenden Superfinale – dem Rennen der Besten aller Klassen. Gerd Hofmann, Hersteller des Kunstwerkes, hatte bei der Fertigung offensichtlich schon Meyer auf der Rechnung. „Das Motorrad auf dem Schwibbogen habe ich extra blau-weiß bemalt“, so Hofmann. In der Quad-Klasse musste Tilo Fröse auf einen Start verzichten. Den Neuhausener plagte am Wochenende ein grippaler Infekt.
Am Samstag galt das Augenmerk der einheimischen Moto-Cross-Fans vor allem der lizenzfreien Openklasse. Sie war am ersten Renntag mit 41 Startern am stärksten besetzt und die einzige Klasse, in der sich Fahrer des gastgebenden hatten MSC Schwartenberg eingetragen hatten. Dabei handelte es sich zumeist um Nachwuchsfahrer, mit einer Ausnahme: Thomas Schröder. Der mehrfache Sachsenmeister und Lizenzfahrer pausiert dieses Jahr, aus finanziellen Gründen, wie er sagt. Auf einen Start wollte er dennoch nicht verzichten. Deshalb fuhr er – außerhalb der Wertung – in der lizenzfreien Klasse. Und, sehr zur Freude seiner Fans, bot Thomas Schröder im ersten Lauf eine tolle Show. Trotz harter Konkurrenz von einigen Enduro-Lizenzlern setzte sich der Seiffener Moto-Cross-Spezialist durch und überquerte als erster die Ziellinie. Im Zweiten Lauf wurde er zur tragischen Figur.Schröder, der einen guten Start erwischt hatte, war nach der Hälfte der ersten Runde nicht mehr im Feld zu finden. Bei einem Bergab-Sprung hatte es ihm den Lenker verschlagen. Ein schwerer Sturz war die Folge Schröder wurde mit Verdacht auf Rippenbruch ins Krankenhaus gebracht. Ein solcher bestätigte sich nach dem Röntgen aber glücklicherweise nicht.
Am Anfang einer vielleicht großen Karriere steht der erst siebenjähriger Nils Haase. Der einzige Fahrer aus dem Kreis in der Klasse 50 ccm hat sich beim Auftakt zur diesjährigen Sachsenmeisterschaft in Seiffen jedenfalls richtig ins Zeug gelegt. In beiden Läufen war der Weißbacher Schnellster und reiste mit Maximalpunktzahl 25 ab. Angefangen mit dem Sport hat er erst vor einem Jahr. „ Weil mein Vati mal Motorrad gefahren ist, wollte ich auch mal“, nennt er seinen Beweggrund.