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Hersteller und Erfinder von Räuchermotorrädern aus Holz und Biker aus Leidenschaft, mit News von Veranstaltungen in und um Seiffen Motorsportveranstaltungen aus der Region Erzgebirge Besuchen sie "die kleinste Motorradschmiede Sachsens" vor Ort in Seiffen oder im Web unter: www.kunstgewerbe.hofmann.de

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Weihrauch aus dem Auspuff

Weihrauch aus dem Auspuff

Seiffener Gerd Hofmann produziert erfolgreich Räuchermotorräder
Seiffen. Die Feuerstühle aus der „Schmiede“ von Gerd Hofmann stinken nicht, sie duften – nach Weihrauch, Zimt oder Vanille. Statt mit einer Zündkerze „laufen“ sie mit einer Räucherkerze. Und die Zweiräder sind ziemlich öko, weil komplett aus Holz. Der Seiffener fertigt Räuchermotorräder.
Sein Sortiment umfasst derzeit fünf verschiedene Typen in 14 verschiedenen Variationen – von der Crossmaschine bis zur Chopper. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in Farbe und Logoaufschrift. Dabei hat sich der 36-Jährige durchaus an die großen Vorbilder angelehnt, wie beider Sportmaschine unschwer erkennbar ist. Die Neuheit dieses Jahres entspricht der MZ 1000 S mit Doppelauspuff. “Und die qualmt auch tatsächlich aus beiden Rohren“, verspricht Gerd Hofmann, der in seiner Freizeit auch gern mal am Gasgriff der Originale dreht. Besonders Crossmaschinen haben es ihm angetan. „ Ich bin bis vor etwa zehn Jahren aktiv für den MSC Schwartenberg gefahren. Dabei konnte ich unter anderem Siege bei den Moto-Cross-Veranstaltungen in Seiffen und in Ansprung einfahren“, nennt der 36-Jährige seine größten Erfolge. Dabei liegt etwas Wehmut in seiner Stimme, denn zwei Knieoperationen haben ihn damals diesen Sport beenden lassen müssen.
Indirekt ist das Moto-Cross-Fahren aber daran „schuld“, dass er sich heute mit Räuchermotorrädern beschäftigt. „Ich glaube, es war 1996 bei einer kleinen Weihnachtsfeier auf unserer Crossstrecke, als einer auf die Idee kam:, Mensch, so ein Motorrad müsste es auch zum rauchen geben’. Ich bin daraufhin sofort nach Hause gefahren und habe versucht, diese Worte wahr werden zu lassen. Und das hat auch gleich funktioniert“, erzählt der gelernte Holzspielzeugmacher, der allerdings viele Jahre anderen Berufen nachgegangen ist, um seine Brötchen verdienen. „ Ich war als Kraftfahrer, Trockenbauer und auch Parkettleger unterwegs. Kunstgewerbliche Artikel habe ich ab 1993 nur im Nebenerwerb. Hauptberuflich mache ich das erst seitdem 1. Januar dieses Jahres“, sagt Gerd Hofmann.
Um davon leben zu können, fertigt er natürlich auch solch klassische Sachen wie Räuchermänner, Baumbehang und Schwibbögen. Die räuchernden Feuerstühle haben sich jedoch bereits so etabliert, dass sie bis zu 70 Prozent am Gesamtumsatz ausmachen, so der 36-Jährige. Die über die Jahre stets verfeinerten hölzernen Zweiräder haben inzwischen weltweit Freunde gefunden.“ Ich verkaufe unter anderem auch in die USA“ erzählt Gerd Hofmann. Am schönsten findet er aber, wenn ein Neukunde in seine Firma kommt. „Wenn ich dann ein Motorrad 'anwerfe’ und es beginnt zu qualmen, höre ich meist immer dasselbe Wort: cool’, lacht der Seiffener.
Freie Presse Artikel vom 6.12.07
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