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bei einem kleinen Abstecher an die Ostsee besuchten wir auch den ehemaligen Militärflughafen Peenemünde. Dort im Wald, etwas abgelegen liegt ein gesprengter Bunker.
Dort hat Wernher von Braun seine Versuche an flüssigkeitsbetriebenen Raketen gemacht.
Ein Bau von ca. 30 x 15 x 10m Höhe. Die Mauern waren mindestens 2m dick.
Von 1937 bis 1945 war Wernher von Braun der technische Direktor der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) auf der Insel Usedom. Hier leitete er unter anderem die Entwicklung des Aggregats 4, kurz A4 genannt, einer Großrakete mit Flüssigtreibstoff. Ab 1943 wurde die Rakete in Serie gebaut und nach ihren ersten Einsätzen auf London V2 (Vergeltungswaffe 2) genannt. Das Aggregat 4 war eine der ersten einsatzfähigen Boden-Boden-Raketen mit Flüssigkeitstriebwerk überhaupt. Neu war an dieser Rakete auch, schubstarke Flüssigkeitstriebwerke mit einem Kreiselsystem zu koppeln. So gelang es erstmals, die Flugbahn zu stabilisieren und Abweichungen automatisch auszuregeln.
Im Jahr 1942 überschritt ein Prototyp erstmals eine Gipfelhöhe von mehr als 80 km, 1945 wurden um 200 km erreicht. Die Rakete Aggregat 4 war damit das erste von Menschen geschaffene Objekt im Weltraum (Definition der FAI: über 100 km).
Quelle: wikipedia